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Das Chaos inmitten der Pandemie – wer gewinnt die Wahl?

von | Nov 1, 2020 | Allgemein | 0 Kommentare

Die Präsidentschaftswahlen in Amerika stehen wieder einmal kurz vor der Tür. Traditionell finden sie alle vier Jahre am ersten Dienstag im November statt, in diesem Jahr also am 03.11. Gerade in aktuellen Zeiten läuft nicht unbedingt alles wie sonst, was dem Virus zuzuschreiben ist. Hier sind einmal die wichtigsten Aussagen und Infos zusammengefasst. 

Die Wahl findet meist zwischen einem Vertreter der republikanischen, eher konservativen Partei, und einem der demokratischen Partei, eher liberalen, statt. 

Aber wer sind eigentlich die Kandidaten? Zum einen wäre da Donald Trump, der 74-jährige aktuelle Präsident der Vereinigten Staaten. Er befindet sich seit Januar 2017 im Amt; setzte sich gegen Konkurrentin Hillary Clinton in der Wahl 2016 durch. Eigentlich hatte er nie wirklich was mit Politik am Hut. Als Inhaber und CEO (Chief Executive Officer = Geschäftsführer) von „Trump Organization“ hat er viel Geld und wurde durch seine Reality Show „The Apprentice“ einer der bekanntesten Promis in Amerika. Er gehört der republikanischen Partei an und ist der erste Präsident, der ohne vorher in einem politischen Amt gearbeitet zu haben, zum Oberhaupt der Staaten gewählt wurde. Seine Kandidatur war von ihm ursprünglich als Scherz gemeint, er wollte beweisen, dass jeder theoretisch Präsident werden könnte und doch ist er nun schon seit 2017 im Amt. Trumps größte Ziele sind, das Corona Virus „auszulöschen“, die Arbeitslosigkeit in den Staaten zu verringern und mehr auf „Made in America“ zu setzen. Seine Politik ist geleitet von der von ihm etablierten America First Policy, die eng an das Prinzip des American Dream anknüpft. Außerdem will er eine Mauer zwischen Nordamerika und Mexiko bauen lassen, um die Immigration zu verringern. Der Präsident beleidigt seinen Konkurrenten in seinen Reden häufig, nennt ihn „zu alt“ und „einen Psychopathen“. 

Der zweite Kandidat ist Joe Biden, der der demokratischen Partei angehört und mit 77 Jahren den ältesten Präsidentschaftskandidat überhaupt darstellt. Er hat, anders als Donald Trump, sehr viel Erfahrung in der Politik. 36 Jahre lang war er der Senator vom Bundesstaat Delaware und Vizepräsident unter Barack Obama. Bidens Ziele sind unter anderem, eine bezahlbare Gesundheitsversorgung für jeden einzurichten, was in Amerika ein großes Problem darstellt. Natürlich möchte auch er dem Corona Virus entgegenwirken, setzt hier allerdings aber eher auf einen Lockdown, sowie eine Maskenpflicht. Also deutlich drastischere Maßnahmen als Trump sie plant. Zudem will er dem Klimawandel entgegenwirken und auf grüne Energie setzen. 

Wenn diese beiden sehr unterschiedlichen Typen von Mensch aufeinandertreffen, kann das schnell ausarten. Das zeigte sich am 30. September 2020, als Biden und Trump zum ersten Mal zusammen im TV zu sehen waren. Geplant war eine sachliche Debatte, was der Zuschauer sah, war jedoch alles andere als das. Die Beiden ließen einander nicht ausreden, es ging eher darum, den anderen persönlich zu attackieren. Das Hauptthema war die Corona Pandemie. Hier kritisierte Biden, dass Trump zu langsam gehandelt hätte und sein generelles Krisenmanagement. Trump wiederum meinte, Bidens Idee von einem Lockdown wäre verrückt und unvertretbar. Rassismus und die Black Lives Matter Bewegung stellten auch ein großes Thema dar, wobei Biden Trump als Rassisten und „Clown“ bezeichnete, da dieser nichts gegen das ungleiche Rollenverhältnis zwischen Schwarz und Weiß täte. Am Ende der Debatte äußerte Joe Biden sein Vertrauen in die Wähler und die Briefwahlen, Donald Trump sprach von einem drohenden Betrug. 

Die zweite TV-Debatte am 23. Oktober 2020 lief definitiv gesitteter als die erste ab. Das lag vor allem daran, dass damit gedroht wurde, das Mikrofon stummzuschalten, wenn sie sich zu oft unterbrechen sollten, aber auch an der Moderatorin, die die Debatte souverän unter Kontrolle hatte. Hier stand ein sachlicher Austausch von Argumenten in Vordergrund. Joe Biden musste sich an dem Tag allerdings eher rechtfertigen und verteidigen, während Trump ihm augenscheinlich überlegen war.

Aktuell sieht es so aus, als würde Joe Biden die Wahl für sich entscheiden, aber noch ist nichts entschieden. 2016 deuteten auch die Prognosen auf Hillary Clinton hin und doch ist Donald Trump Präsident geworden. Es bleibt also nach wie vor spannend. 

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